Wenn draußen der erste Schnee fällt, mache ich es mir drinnen gerne umso gemütlicher. Mein Tischkamin sorgt dann für angenehm kuschelig-wohlige Stimmung.

Vom offenen Feuer zum Tischkamin

Wer einen offenen Kamin zuhause hat, kann sich glücklich schätzen. An kalten Winterabenden einfach ein knisterndes Holzfeuer entzünden, das gemütlich vor sich hin züngelt – im Idealfall liegt draußen auch noch Schnee. So stelle ich mir höchst angenehme Stunden zuhause vor.

Leider habe ich keinen offenen Kamin, doch zum Glück lässt sich mit einem Tischkamin ein ganz ähnlicher Effekt erzeugen, ein gemütliches Flammenspiel, auf Wunsch sogar mitten im Raum.

Statt Holz wird Ethanol verbrannt

Der Vorteil bei der Verbrennung von Ethanol: Es entstehen daraus Wasser (in Form von Wasserdampf) und Kohlendioxid, aber kein Ruß wie bei einem Holzfeuer. Deshalb wird auch kein Kamin-Abzug wie bei einem herkömmlichen Kaminfeuer benötigt.

Es gibt auch Ethanol-Kamine, die in ihrer Größe herkömmlichen Kaminen in nichts nachstehen. Da ich nur Erfahrungen mit kleineren Tischkaminen habe, möchte ich auch nur diese empfehlen. Genau genommen geht es also um „Tischfeuer“, allerdings ist dafür der Name Tischkamin inzwischen weit verbreitet.

Tischkamin Ansichten mit Flammen und Brennschalen

Welches Ethanol verwende ich für meinen Tischkamin?

Ich habe mich für nahezu 100%-iges Ethanol als Brennstoff entschieden. Natürlich ist diese chemische Verbindung aus der Gruppe der Alkohole vergällt, damit keiner auf die Idee kommt, davon trinken zu wollen.

Wenn ich mehrere Ein-Liter-Flaschen auf einmal kaufe (quasi einen „Six-Pack“), dann kostet mich die einzelne Flasche (inklusive Versand) knapp 3 Euro. Diese Menge reicht mir persönlich  für zwei Jahre! Es gibt auch größere Gebinde, zum Beispiel 3-Liter-Kanister. Sowohl zur Aufbewahrung als auch in der Handhabung halte ich die Ein-Liter-Flaschen jedoch für am geeignetsten.

Auch ein Tischfeuer ist ein Feuer und kein Spielzeug

Eigentlich ist es selbstverständlich. Doch ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Umgang mit Feuer immer besonders vorsichtig erfolgen sollte.  Die Stiftung Warentest hat die nötigen Tipps zusammengestellt, um einen Tischkamin so gefahrlos wie möglich zu betreiben.

Dekofeuer sind nicht zum Heizen geeignet

Ein Tischkamin sollte zudem nicht als „kleine Heizung“ eingeplant werden. Denn durch den entstehenden Wasserdampf und das Kohlendioxid musst du beim Betrieb eines Ethanol-Tischkamins relativ häufig lüften, also frische Luft ins Zimmer lassen. Damit wird der Heizeffekt der Flammen wieder zunichte gemacht. Im Vordergrund steht also eindeutig das stimmungsvolle Flackern der Flammen.

Nicht nur fürs Auge angenehm

Natürlich bleibt das typische Holzknistern und -knacken bei so einem Tischkamin aus. Das Ethanol verbrennt jedoch auch nicht geräuschlos. Es ist ein etwas leiseres, durchaus ebenso angenehmes Knistern und Flackern, das zu hören ist:

 

Wieviel Gemütlichkeit gibt es fürs Geld?

Bei Tischkaminen ist die preisliche Spannweite recht groß. In erster Linie wird hier eben auch für Design bezahlt. Ich bin mit meinem relativ schlichten, dreiflammigen Tischkamin sehr zufrieden. Er kostet knapp 30 Euro. Nur von den weißen Dekosteinen waren für meinen Geschmack etwas zu wenige enthalten. Also habe ich bei ebay welche nachgekauft.

Eine Füllung der Brennkammern sorgt eine gute Stunde lang für gemütliches Flackern.  Da es keine gute Idee ist, die noch heißen Brennkammern gleich mit dem leicht entzündlichen Ethanol nachfüllen zu wollen, hab ich mir einfach ein zweites Exemplar zugelegt – für den abwechselnden Betrieb.

Ich setze den Tischkamin besonders gerne als Stimmungslicht im Winter ein, um gemütlich mit Gästen zusammen zu sitzen. Aber auch im Sommer sorgen die Flammen an lauen Abenden auf der Terrasse für eine besondere Atmosphäre.

Fazit

Bequemlings-Wertung Tischkamin
8.2 von 10
Relativer Zeitgewinn6
Bequemlichkeit und Genuss9.5
Preis-Leistungs-Verhältnis9

Um sich eine Extra-Portion Gemütlichkeit ins Zuhause zu holen, ist ein Tischkamin hervorragend geeignet. Ob als Stimmungslicht nebenbei oder um bei einem guten Glas Wein in die zuckenden Flammen zu blicken und zu sinnieren. Die rückstandslose Verbrennung sorgt für einen bequemen Umgang mit der privaten Feuerstelle.

Schaust du auch so gerne ins Feuer?

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