Du bist dankbar für ein bequemes Leben und möchtest andere daran teilhaben lassen? Mit der „ShareTheMeal“-App der Vereinten Nationen kannst du bequem Kinder in Not unterstützen – ohne dauerhafte Verpflichtung. Wie das genau funktioniert, erfährst du in diesem Artikel.

Ein angenehmes, bequemes Leben ist keine Selbstverständlichkeit und vor allem nicht jedem vergönnt. Dessen sollten wir uns bewusst sein. Letzlich ist es auch Zufall, auf welchem Fleckchen dieser Erde wir geboren wurden und unter welchen Rahmenbedingungen wir deshalb aufwachsen konnten.

Wir haben es letztlich gut getroffen, wenn wir uns den Luxus gönnen können, über Feinheiten für ein bequemeres Leben nachzudenken. Vielleicht willst du ja auch andere daran teilhaben lassen, die nicht so viel Glück hatten. Damit sind wir beim Thema Spenden. Das ist gar nicht so einfach. Spenden: Ja, aber wie und an wen? Bei vielen kommt vielleicht mal zu Weihnachten der Gedanke auf, Hilfsorganisationen zu unterstützen oder sich anderweitig zu engagieren.

Was ist „Share The Meal“?

Jetzt gibt es eine Möglichkeit, wie selbst das Spenden sehr bequem und trotzdem sinnvoll möglich ist. Sie heißt „Share The Meal“ (übersetzt: „Teile die Mahlzeit“) und stammt von den Vereinten Nationen. Herausgegeben hat sie das Welternährungsprogramm der United Nations („World Food Programme“,  WFP).

Der Gedanke der dahinter steckt: Mit nur einem Klick kannst du ein Kind einen Tag lang zu ernähren. Das kostet nur 40 Cent. Wohin das Geld genau fließt, das beschreibt das Welternährungsprogramm auch: Es geht jeweils um konkrete Ziele und Projekte. Zum Beispiel darum, in einem von Dürre bedrohten Gebiet in Malawi im Südwesten Afrikas die Schulkinder für ein Jahr ernähren zu können. Es folgte das Ziel, ein Jahr lang das Essen für syrische Flüchtlingskinder in der Beeka-Ebene im Libanon zu finanzieren.

Screenshot von "Share The Meal" mit Button "Teile Deine Mahlzeit" und Text: "Bisher geteilte Mahlzeiten 7.470.967"

Screenshot der „ShareTheMeal“-App

Du siehst, da lässt sich viel bewirken, wenn jeder einzelne gelegentlich auf die App klickt und damit 40 Cent spendet. Genaue Informationen dazu, wie 40 Cent für die komplette Tagesernährung eines Kindes ausreichen findest du in der App und auf ShareTheMeal.org.

Das große Ziel

Nach Angaben der Vereinten Nationen haben 795 Millionen Menschen auf der Welt nicht genug zu essen. Eine große Zahl, doch das positive ist: Sie ist schon deutlich kleiner geworden. Im Jahr 1990 waren es noch eine gute Milliarde Menschen, die hungern mussten. Mittlerweile sind es 216 Millionen weniger. Das Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen lautet, den weltweiten Hunger bis zum Jahr 2030 zu beenden. Du kannst ganz bequem dabei helfen!

So funktioniert die App von „Share The Meal“

Du registrierst dich beim ersten Mal mit den Zahlungsdaten entweder deines PayPal-Kontos oder deiner Kreditkarte. Schon kannst du einfach spenden, indem du den „Teile Deine Mahlzeit“-Button in der App auf deinem Smartphone anklickst. Noch ein Bestätigungsklick – schwupps hast du das Essen für ein Kind für einen Tag finanziert. Selbstverständlich sind auch höhere Beträge einstellbar, wenn du das willst. Wer möchte kann auch mit einem Facebook-Post seine “geteilten Mahlzeiten“ dokumentieren.

Welche Kosten gehen von der Spende ab?

Die Kosten speziell für das Projekt werden laut World Food Programme von einem Innovationsfonds der UN, Unternehmen und anderen Spendern getragen. Somit soll das Geld voll betroffenen Kindern zugute kommen. Da das ganze über Kreditkarte oder PayPal läuft, habe ich dennoch nachgefragt, wie viel vom Spendenbetrag diese Anbieter als Transaktionskosten einbehalten.

Als Antwort schrieb mir der „Share The Meal“-Support, 90 % der Zahlungen würden direkt in das World Food Programme gehen. Aha. Das wären bei einer 0,40 EUR-Spende also noch 0,36 EUR. (Vielleicht bezog sich diese Aussage des Support-Mitarbeiters aber auch auf die allgemeine Aussage, die in den FAQ von „Share the Meal“ steht: „Die Verwaltungskosten des WFP gehören zu den niedrigsten im gemeinnützigen Bereich weltweit: 90 % aller Spenden werden direkt im Kampf gegen den Hunger eingesetzt.“

Daraufhin habe ich noch einmal nachgefragt, ob es denn einen Unterschied macht, ob eine Kreditkarte oder PayPal als Zahlungsmittel verwendet wird. Und ich wollte wissen, ob höhere Spenden womöglich mehr Sinn ergeben, sprich: ob die Transaktionskosten, also die Gebühren die abgeführt werden, dann geringer sind. Wer schon mal PayPal genutzt hat, um Geldzahlungen zu erhalten, weiß, dass da eine Grundgebühr pro Zahlung eine Rolle spielen kann.

Die Antwort des „Share The Meal“-Supports: „Die Spendenhöhe beeinflusst die Transaktionskosten nicht. Die exakten Gebühren sind so gut wie identisch bei PayPal- und Kreditkartenzahlungen. Beide sind gering genug, dass 40 Cent ausreichen, um ein Kind für einen Tag zu ernähren. Dementsprechend spende bitte mit der Methode, die für dich am bequemsten ist.“

Fazit: Bequemer spenden geht kaum

Ich halte die „ShareTheMeal“-App für eine sehr clevere Idee. Wie das World Food Programme selbst schreibt: Es gibt zwanzigmal so viele Smartphone-Nutzer wie hungernde Kinder. Und das Spenden per Klick ist mit der App extrem einfach. Für manche mag eine Überweisung der bessere Weg sein, das ist klar. Ich glaube aber, dass durch die App vielen Menschen, die sonst vielleicht gar nichts spenden würden, eine sehr niederschwellige Spendenmöglichkeit gegeben wird.

Mir gefällt auch der Gedanke, bewusst die Annehmlichkeiten eines bequemen Lebens mit der Hilfe für andere zu verbinden. Gerade wenn ich ein neues Gericht aus meiner Kochbox zubereitet habe und mich darauf freue, nutze ich gerne die „ShareTheMeal“-App, um diese Mahlzeit quasi zu teilen.

Mit „Share The Meal“ kannst du die Welt ein kleines bisschen verbessern, ganz konkret indem du einem Kind Essen gibst, das auf Hilfe angewiesen ist. Die App kannst du dir hier herunterladen und schon deine nächste Mahlzeit teilen.

 

  1. Hier nur eine kurze Info zu den Gebühren. Da ich selbst weiß, wie hoch Paypal-Gebühren sind, hat mich die Frage bewegt, ob nicht ein Großteil der 40 Cent von Paypal geschluckt wird (normal 10% plus 10 Cent pro Zahlung bei Mikrozahlungen).
    Ich habe heute vom Support eine Antwort bekommen: „Wir haben erhebliche Vergünstigungen auf die Transaktions-, also auch PayPal-, Gebühren verhandeln können. Es werden nicht 10% + 10 ct abgezogen. Die Transaktionskosten für Kreditkarten sind mit denen für PayPal-Zahlungen vergleichbar.“
    Also dann wird ab heute wieder das Essen geteilt! :-)) (Mir gefällt eben auch die Idee, daß man jedes Mal, wenn man selbst ein leckeres und ausreichendes Essen genießt, daran denkt, daß das eben nicht selbstverständlich ist.)

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