Es ist die meistgestellte Frage an Deutschlands Einzelhandels-Kassen: „Haben Sie eine Payback-Karte?“ (mittlerweile oft auch nur ein dahingeworfenes „Payback?“ Für mich persönlich ist es die zweitnervigste Frage aller Zeiten. Hier kommt die perfekte Antwort.

Die Seuche „Payback-Karte“

Seit mehr als 15 Jahren gibt es die Payback-Karten. Nach Angaben der Payback GmbH (einer Tochter der Management Holding Loyalty Partner GmbH, die wiederum zur  American Express-Gruppe gehört), gibt es in Deutschland inzwischen 28 Millionen aktive Payback-Nutzer.

Bei rund 82 Millionen Einwohnern in Deutschland heißt das: Diese Menschen sind deutlich in der Minderheit.

Dieser Artikel richtet sich ausdrücklich an die Mehrheit, die ein Leben ohne Payback-Karte führt. Und vor allem an diejenigen, die irgendwie davon genervt sind, ständig an der Kasse nach einer Payback-Karte gefragt zu werden.

Wie uns unsere Worte beeinflussen

Ich bin ein positiv denkender Mensch, der sich gerne auf die angenehmen Seiten des Lebens konzentriert. Und ich glaube, dass die Wortwahl, für die wir uns täglich entscheiden, auch Auswirkungen auf unser Wohlgefühl im Alltag hat.

Nicht umsonst werden allerorten positiv formulierte Sprüche empfohlen, die wir uns selbst aufsagen können, um uns zu motivieren oder unsere Laune zu heben. Damit können wir uns selbst über den „Umweg“ unseres Unterbewusstseins beeinflussen (mehr zu solchen Affirmationen bei Zeitzuleben.de).

Oft kommt es auch auf Kleinigkeiten in alltäglichen Sätzen an, die unsere Stimmung in die eine oder andere Richtung lenken können.

Alltägliches Beispiel

Zum Beispiel die beliebte Formulierung „ich muss morgen arbeiten gehen.“ Klingt nicht sehr angenehm und fördert auch nicht gerade die gute Laune, geschweige denn die Vorfreude auf den nächsten Tag. Doch „musst“ du wirklich arbeiten gehen?

Grundsätzlich bleibt es dir doch unbenommen, es nicht zu tun. Damit meine ich jetzt nicht, dass du dich einfach krank melden könntest – obwohl selbst dieser Gedanke dir klar machen kann, wie relativ dieses „muss“ ist.

Es geht auch um die grundsätzliche Einstellung zum Job: normalerweise hast du doch freiwillig einen Arbeitsvertrag unterschrieben, der klar regelt, dass du einen Teil deiner Zeit gegen Geld tauschst. Mit dem Geld kannst du dann Lebensmittel und andere Dinge kaufen oder zum Beispiel deine Miete bezahlen.

Hat dich jemand gezwungen, diesen Arbeitsvertrag zu unterschreiben? Oder war dir nicht vielmehr die Alternative nicht attraktiv genug, zum Beispiel nicht zu arbeiten und deshalb von weniger Geld zu leben? Es war also deine Entscheidung.

Dein Job ermöglicht es dir, zumindest einen Teil deiner Bedürfnisse zu befriedigen. Und ganz ehrlich: das wolltest du doch, oder?

Langer Rede kurzer Sinn – ich sage viel lieber: „Ich will morgen arbeiten gehen“, denn ich habe mich ja bewusst selbst dazu verpflichtet. Oder manchmal sogar: „Ich darf morgen arbeiten gehen“, denn ohne Arbeit würde ich mir viele Bequemlichkeiten nicht leisten können.

(Falls dir das alles zu übertrieben erscheint: Schon ein neutrales „ich werde morgen arbeiten gehen“ statt „ich muss morgen arbeiten gehen“ hilft weiter.)

Doch merkst du den Unterschied, wie sich die Sätze anfühlen? „Ich muss/werde/will/darf morgen arbeiten gehen“?

Und was hat das jetzt mit der Frage nach der Payback-Karte zu tun?

Ganz einfach: weil ich auf Formulierungen achte und mich auf positive Dinge konzentrieren will, sage ich ungerne „Nein“, wenn es nicht notwendig ist. Es hat zu oft etwas abweisendes und einen unschönen Beigeschmack.

Unterschwellig entwickelt sich der Dialog im Unterbewusstsein ja auch irgendwie noch fort: „Haben Sie eine Payback-Karte?“ „Nein“. Hm, sollte ich vielleicht? Die anderen haben wohl eine? Und schon ist das Marketing-Ziel erreicht.

Ich möchte nicht fünf mal am Tag eine Frage verneinen, zumal sie mir schon tausend Mal gestellt wurde.

Es nervt!

Ganz nebenbei: die zweifelhaften „Vorteile“ beim Punkte sammeln mit einer Payback-Karte sind schon hier ausführlich beschrieben worden.

Also wie am Besten auf die Payback-Frage reagieren?

Erster Versuch: Gegenfragen

Früher, als die ganze Fragerei noch neu war, habe ich mich so sehr darüber geärgert, dass ich Gegenfragen gestellt habe, um das dahinter stehende Prinzip zu karikieren. Fragen, die mir ebenso unangebracht erschienen wie die Payback-Frage, die ich gerade gestellt bekommen hatte. Ein Beispiel: „Haben Sie eine Payback-Karte?“ – „Haben Sie einen Bausparvertrag?“

Wenn es damals schon Google-Glasses gegeben hätte, dann könnte ich dir jetzt wohl eine ziemlich große Foto-Galerie mit verständnislos dreinblickenden Kassenkräften zeigen. Es kam ehrlich gesagt auch nicht gut an und zog den Kassiervorgang aufgrund entstehenden Erklärungsbedarfs unnötig in die Länge.

Auch die Gegenfrage: „Payback-Karte“? – „Brauch ich die?“ führte zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Und glaube mir, zahlreiche andere Formulierungen, mit denen ich es versucht hatte, machten mich auch weder bei Kassiererinnen beliebter, noch führten sie zu einem Ende der Fragerei.

Zwar zog sich jedesmal der Kassiervorgang in die Länge (vor allem wenn dann die Rechtfertigungen à la „ich muss das jedesmal fragen…“ begannen), doch offenbar nicht so sehr, dass die Ladenbetreiber dadurch wirtschaftlich stark genug beeinträchtigt worden wären, um freiwillig ihre penetrante Fragerei abzuschaffen.

Zweiter Versuch: Auf das Ziel konzentrieren statt Punkte sammeln

Dann habe ich es statt mit Fragen mit Antworten versucht,  die sofort zurück zum eigentlichen Ziel an der Kasse führen sollten: „Haben Sie eine Payback-Karte?“ – „Ich möchte nur bezahlen“. Fehler! Auch das löst Rückfragen oder Rechtfertigungs-Litaneien aus, im schlimmsten Fall kommt ein: „Ja, aber mit Payback-Karte?“

Ganz schnell landest du so an der Kasse in einer Endlos-Schleife. Das wird übrigens auch von den Wartenden in der Schlange hinter dir nicht sonderlich geschätzt.

Und auch der Versuch, die Frage einfach schweigend zu ignorieren, hinterlässt kein positives Gefühl, denn das ist nicht die Art und Weise, wie ich mit den Menschen in meiner Umgebung umgehen möchte.

Dritter Versuch: Die ultimative Payback-Fragen-Antwort!

Eines Tages traf mich die Erleuchtung. Ich fand eine Möglichkeit, wie ich einerseits den an sich unbefriedigenden Sachverhalt des täglichen Dauerfragens an unzähligen Kassen thematisieren konnte, ohne dabei der Kassenkraft einen Vorwurf zu machen. Zumindest steckt der nicht direkt in der Formulierung drin.

Manchmal führt sie dennoch dazu, dass eine gemurmelte Entschuldigung einer Kassierin folgt. Aber im Wesentlichen sage ich den Satz und das Thema ist erledigt.  Und zwar auf eine Art und Weise, die mir das Gefühl gibt, gegenüber der empfundenen Absurdität dieser ständig wiederkehrenden Situation nicht klein beigegeben zu haben.

Ich präsentiere also (zur passenden dramaturgischen Untermalung bitte diesen Trommelwirbel anklicken und abspielen):

Die ultimative Antwort des Bequemlings auf die überall gegenwärtige und unendlich oft wiederholte Frage, mit der die Erfinder der Payback-Karte die Welt geißeln.

Der mit einem freundlichen Lächeln gesäuselte Satz, der das ganze, in einer Marketing-Abteilung von menschenverachtenden Strategen ersonnene Drama der Payback-Karten-Fragerei in friedfertige Bahnen führt und gleichzeitig auch noch die Möglichkeit für eine bessere Zukunft am Horizont aufscheinen lässt:

„Haben Sie eine Payback-Karte?“ – „Das haben Sie mich schon einmal gefragt.

Punkt. Aus. Ruhe. Es wird kommentarlos kassiert, wir wünschen uns gegenseitig noch einen schönen Tag und ich verlasse den Laden.

Fazit

Seither habe ich (zumindest im Alltag) meinen Frieden mit der zweitnervigsten Frage der Welt gemacht. Es ist eine gesichtswahrende Möglichkeit für beide Seiten, die an sich unwürdige Situation elegant und freundlich hinter sich zu bringen.

Nennen wir es eine Übergangslösung. Denn ich glaube fest daran, dass auch Payback den Weg alles Irdischen gehen wird und irgendwann wieder von diesem Planeten verschwindet. Ich würde es gerne früher als später erleben.

Bist du eine Kassenkraft, die täglich gezwungen wird, die Leute mit der Frage nach einer Payback-Karte zu nerven? Oder bist du Kunde und hast einen noch besseren Umgang damit gefunden? Hinterlasse einen Kommentar! Und wenn Du deinen ebenfalls genervten Freunden diesen Ausweg zeigen willst, teile jetzt diesen Beitrag!

    • Bei x-hundert Kunden am Tag erwarte ich kaum, dass man sich speziell an mich erinnert. Wobei meine Antwort manchmal genau dazu führt. Beim nächsten Besuch hieß es auch schon mal: „Ach, Sie brauche ich ja nicht zu fragen….“ 🙂

    • Das Personal muss die Frage stellen, aber das sie auch eine Antwort verlangen dürfen haben sich die Kassierer selbst eingeredet. Ja einige sind penetrant und vergessen zu kassieren. Dann kann man sie gerne an ihre Arbeit erinnern und ich denke viele Kassierer können damit nicht umgehen.

      Aber das ist mir ziemlich egal denn dies ist eine Form der interaktiven Werbung. Kann man ignorieren ohne sich schlecht dabei zu fühlen.
      Im Schluss bedeutet es für den Kunden, das sich der Kassierprozess verkompliziert für den Kassierer und den Kunden. Am besten noch kombiniert mit Smalltalk an der Kasse. Die quasselt und merkt nicht was sie für Fehler macht. Finde ich wiederum eine Unverschämtheit.

      • Deine perfekte Antwort ist aber an sich ganz nett. Ist eigentlich die beste denn sie schafft ein (Gesprächs)Thema. Mal was anderes als „nein“ sozusagen. Vom Umgang her.
        Aber für mich bleibt ,das ich an der Kasse bin um zu Kassieren und nicht um zu quatschen. Oder abgesehen vom quatschen, auch nicht an etwas anderes denken muss oder will oder abgelenkt werden will. Ebenso will ich das die Kassierer kassieren und sich voll darauf konzentrieren.

        Es ist auch so, das die Preise ,Mengen und alles immer erst an der Kasse verbindlich werden und nicht im Regal. Dies haben die Supermärkte durchsetzen können, also müssen sie das dulden das man an der Kasse kein Smalltalk wünscht.

        • Auf die tatsächlich an der Kasse aufgerufenen Preise sollte man immer Acht geben, guter Hinweis. Oder wie es die Juristen formulieren würden: „Bei der Angabe eines Preises am Regal handelt es sich lediglich um die Aufforderung zur Abgabe eines Angebots durch den Kunden.“

  1. Auch ich habe lange Zeit nach der für mich idealen Antwort gesucht. Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass sie nonverbal ist. Auf die Frage „Payback-Karte?“ schüttle ich einfach ganz kurz den Kopf und lächle dazu. Damit mache ich klar, dass ich keine habe und zeige dem Kassenpersonal gleichzeitig, dass ich Verständnis dafür habe, dass es diese nervige Frage stellen muss. Das fühlt sich für mich gut an, weil ich den Eindruck habe, dabei freundlich zu bleiben. Und diese nonverbale Antwort erfüllt regelmäßig ihren Zweck: Kein Kommentar vom Kassenpersonal, es wird einfach weiter kassiert.

  2. Wenn dich so eine Frage schon nervt, warum hast du dann so ein nerviges Popup auf deiner Webseite?
    Du solltest wirklich auch dran denken, dass die Kassierin/Kassierer wirklich einfach ihren Job macht. Die müssen das fragen. Dann ist es für die bestimmt auch nervig, solche Antworten wie von dir zu hören. Einfach, kurz und schmerzlos ist doch ein schlichtes „nein!“. Deine Antworten werden nicht dazu führne, dass die Frage nicht gestellt wird.
    ne, wirklich, man kann sich „Probleme“ auch künstlich selbst machen.
    Ich wünsche Dir mehr Gelassenheit im Umgang mit Menschen
    Beste Grüße
    Ulrike

    • Tiziana Maganuco says:

      Sie sind mir sehr sympathisch 🙂

      Und als eine ’nervige‘ Kassiererin, die den Kunden auch immer mit dieser ach so schlimmen Frage auf den Nerv geht:

      Ja, es ist ein Fakt, dass wir immer und jeden fragen MÜSSEN! Auch bei Stammkunden, die täglich einkaufen kommen. Wir sind alle heilfroh, wenn ein schlichtes ‚Nein‘ kommt, am Besten noch mit einem kleinen Lächeln… Einfach, damit es nicht so ernst rüber kommt. Das tut auch keinem weh. Es wird niemand gezwungen und bei mir muss sich keiner rechtfertigen warum und blablabla… Ehrlich gesagt ist es mir auch egal. ^__^

      Und so einfach ist das Leben.

  3. Es ist toll, dass Du es thematisierst! Wenn ich gefragt werde, dann frage ich alle Leute in der Schlange ob jemand eine Payback-Karte hat. Es haben sich schon viele darüber gefreut und es hält den Kassenvorgang auf und kostet den Markt somit bares Geld. Allerdings gab es (neben positiv überraschtem Kassenpersonal auch) schon Momente wo die Kassenbedienung darauf hingewiesen hat, dass dies nicht erlaubt ist und dann ist die Stimmung aller anderen auch eher in „nervig“ gekippt… Es kam also mal so und mal so an, manche Kassierer(innen) haben sich mein Gesicht auch gemerkt und fragen mich inzwischen nicht mehr…
    Ich habe folgendes festgestellt:
    1. Überaschender Weise haben nur ganz selten die Leute eine solche Karte (wo das doch anders propagiert wird – gehen wir von 40 Millionen Erwachsenen aus, sind 28 Millionen nämlich in der Tat die Mehrheit der einkaufenden Leute! Sind damit eventuell nur die Anzahl der ausgegebenen Karten gemeint und somit auch PartnerKarten für Ehemann und co. oder längst nicht mehr genutzte?
    2. Wie Du schon festgestellt hast, auch meine Aktion wird wohl am Ende nichts verändern.
    3. Ich habe festgestellt, dass es inzwischen viele Leute gibt, die das regelrecht hassen. Ich kenne zwei Leute die sogar den Markt gewechselt haben. Aber es gibt auch die Leute mit der Karte, die sich inzwischen an die Frage gewöhnen und diese erwarten! Etwas was sich diese Märkte selbst heranzüchten, sozusagen.
    Ich muss Ulrike dahingehend widersprechen, dass man sagen sollte, was einem stört. Jedem stört halt etwas anderes. Ich finde es daher von ihr recht ignorant, einfach zu behaupten, dass man da locker bleiben oder es gar in sich reinfressen sollte. Besser man beschwert sich, sonst weis ja auch niemand, dass es andere Leute stört. Daher habe ich dies schon ausführlich mit Kassenpersonal und auch schon an der Hotline oder mit der Filialleitung diskutiert.
    Heute habe ich noch einmal mit der Hotline telefoniert und es nicht als Beschwerde sondern als IdeenVorschlag eingereicht, dass man doch lieber Schilder anbringen sollte und sich somit die Fragen sparen könnte. Schließlich sind ja die nicht Kartenbesitzer auch Kunden, die sie sonst somit verärgern. Mal schauen, was sie antworten.
    Ich finde Deinen Satz auch eine tolle Lösung und ich werde ihn bei der nächsten Gelegenheit ausprobieren. Das tolle daran ist – nun freue ich mich schon darauf und auch bei meiner Version habe ich mich inzwischen schon ertappt enttäuscht zu sein, wenn ich nicht „meine Show“ abziehen konnte (weil ich das ja nur mache, wenn ich wirklich gefragt werde). Vielleicht sollte ich mir einen Vorrat mit solch „akzeptablen“ Antworten zurecht legen.
    So oder so, wenn man etwas ändern möchte, sollte man etwas dafür tun und das versuche ich und wenn am Ende in meiner Stadt jeder Kassierer weiß, dass er/sie mich nicht fragen braucht, dann habe ich zumindest 80% der Nerverei „abgeschalten“ :).

    • Super=) Ich bin regelrecht auch gezwungen, mich jedesmal äußern zu müssen. Auch ich habe mir einen Satz schon ‚viel früher‘ dafür ausgedacht: “ich habe keine Karte“, bevor ich gefragt werde.Aber das nervt mich schon=( Also Laden wechseln…aber mittlerweile hat schon Penny PayPACK! HIIILLFFEEE! NO!

  4. Schilder anbringen ist eine super Idee; aber bitte dezente Schilder.
    Mich nervte die Frage heute wieder und prompt meinten Leute hinter mir, dass sie sich freuen, wenn sie daran erinnert werden. Super!

    • Ich stelle mir gerade die ganzen Filialleiter beim Erfahrungsaustausch vor: „Nie kann man es allen Recht machen…!“ Anregung an Payback: Lasst eure Smartphone-App beim Betreten der Kassenzone vibrieren, als Erinnerung für die, die es wünschen.

  5. Payback-Frager says:

    Hallo!

    Als ein Kassierer, der nicht nur fragen muss, ob Sie eine Payback-Karte haben, sondern bei Verneinen der Frage Sie auch fragen muss, ob sie nicht auch eine haben wollen, hier die perfekte Antwort:

    „Habe ich zuhause vergessen!“ ggf. auch „Hat gerade meine Frau/ mein Mann!“

    Warum ist das die perfekte Anwort?
    1) Es geht schnell.
    2) So sagen Sie nicht direkt „nein“.
    3) Die Kassenkräfte sind der Annahme, dass Sie schon eine haben und müssen Sie nicht nach Ihrem Interesse an Payback fragen.
    4) Sie lassen die Kassenkräfte nicht in der Annahme etwas falsch gemacht zu haben. Ist also etwas höflicher als Ihre oben genannte Version.

    PS: Hacken Sie nicht auf Kassenkräften rum. Melden Sie sich direkt bei den Vorgesetzten bei Beschwerden. Wenn ein Kunde sich direkt meldet, wirkt das immer besser, als wenn wir das nur weitergeben.

  6. Also ich finde das ist ja noch schlimmer als „Nein“ zu sagen, denn es demuetigt den Kassierer und ist auch noch unfair, falls er es noch nicht gefragt hat.

    Ach und nach deinen Ansichten ueber das Wort Muessen kann man nicht davon sprechen dass die Kassiererinnen das Fragen muessen. Sie „duerfen“ es fragen. (aber ja, deine Definition von muessen ist Selbsverarschung aus meiner Sicht)

    Also ich sage einfach in einer Ich-Botschaft folgendes: Entschuldigung, dass sie es abkriegen, aber mich nervt dieses Frage. Und zwar weil ich eine unschuldige Kassiererin nicht fuer diese penetrante nervige Frage entsprechend dumm penetrant und nervig zurueck antworten kann ohne jemanden damit unrecht zu tun.

    Und ja, damit diese Konstruktion funktioniert, ist erforderlich, dass man anerkennt das die 400 Euro Kassierer, alleinerziehend mit 2 Kindern dort arbeiten MUSS.
    Und nicht DARF. Denn obwohl die Resourcen der Welt niht gekauft werden muessen, haben wir ein Verteilungssystem mit Geld als Tauschmittel, und werden gezwungen zu damit zu handlen, um am gesellschaftlichem Leben teilnehmen zu koennen.

  7. Ich gebe die Frage meistens an die Person hinter mir in der Schlange weiter, die dann ihre Karte drüber zieht und davon profitiert. (Falls sie payback hat)

  8. Ich finde, diese Masche ist eine unlautere Werbemaßnahme, weil sie bewußt auf dauerhafte Belästigung ausgerichtet ist und als Mittel den Gruppendruck nutzt. Insofern sähe ich (als Nichtjurist) mal die §§7 und 4a des UWG (Gesetz über unlauteren Wettbewerb) als zumindest interessant an.
    Was sich aber viel deutlicher zeigt, ist die fehlende Kinderstube der Manager dieser Ketten. Es ist schlichtweg unhöflich, seine Kunden mit derlei geplanten Nervtötungsaktionen zu behelligen. Honorige Kaufleute würden sowas nie machen.

    Aber leider sucht man ja heute für Managerposten keine ordentlichen Kaufleute, sondern irgendwelche bereits als Kinder auf „Me-First“ dressierte Erfolgsautisten ohne Kinderstube.

    Was man machen kann:

    Nehmen wir unseren Handelskonzern im Internet. Dort öffnen wir das Impressum, nehmen uns den Geschäftsführer (bzw. Den ersten oder Vorstandsvorsitzenden) unsd schreiben einen kurzen Brief an ihn – Name, „persönlich vertraulich“ Hausadresse (nicht Postfach).
    Inhalt:
    Sehr geehrter Herr …, ich fühle mich durch diese Frageri belästigt, finde diese Werbemehthode unlauter und eines anständigen Kafmanns unwürdig. Es mag sein, Sie haben sowas nie gelernt, deswegen gestatte ich mir, Ihrer Kinderstube nachzuhelfen.
    Mit freundlichen Grüßen …“ pipapo …

    Keine lange Schreiberei, nur auf das wesentliche reduziert – per Brief. Wenn davon mehrere reinkommen, lernt vielleicht der eine oder andere doch noch mal Höflcihkeit. Ich halte das nicht für ausgeschlossen.

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