Mit einer Mindmap kannst du selbst die komplexesten Aufgaben und Themen schnell und bequem durchdringen. Für mich sind Mindmaps aus mehreren Gründen unverzichtbar.

Mit Mindmaps kannst du dir auf einfache Weise Themen erarbeiten und die wichtigsten Punkte übersichtlich darstellen. Auch um Ideen zu generieren und diese anschließend in eine sinnvolle Struktur zu bringen, eignen sich Mindmaps hervorragend. (Wenn du an der Geschichte der Entstehung der Mindmap-Methode interessiert bist, empfehle ich dir diesen Artikel der Wikipedia.)

Wie mindmappst du richtig?

Im Kern geht es darum, die Informationen oder Fragen zu einem Thema zu sammeln und unter einzelnen Oberbegriffen einzuordnen. Das ganze allerdings nicht mit einer unübersichtlichen Liste, sondern im Mindmap-Format:

Das Thema oder der Hauptbegriff, um den es geht, kommt in die Mitte. Danach kannst du ringsum weitere Oberbegriffe hinzufügen, die mit dem Kernbegriff durch Äste verbunden sind. Diese Oberbegriffe kannst du dann mit weiteren Verästelungen untergliedern.

Mindmap von Hand gezeichnet

Mindmap zum Thema Mindmapping. Foto: Markus Bärlocher [Public domain], via Wikimedia Commons

Besonders praktisch: Verbindungen zwischen verschiedenen Unterpunkten lassen sich übersichtlich einzeichnen, auch wenn die Unterpunkte zu unterschiedlichen Oberbegriffen gehören.

Falls du noch nie von Mindmaps gehört hast: Eine gute Einführung mit konkreter Anleitung, um deine erste eigene Mindmap zu erstellen, findest du hier.

Viele schwören bei der Erstellung auf Stift und Papier, weil sie so unmittelbar, bunt und mit eigenen Bildern ihre „Gedanken-Landkarte“ erstellen können. Das soll zudem beide Gehirnhälften gleichzeitig ansprechen.

Zwar entstehen bei mir spontane Mindmaps auch erst einmal auf Papier (weil es darum geht, im entsprechenden Moment schnell Ordnung in eine neue Idee zu bringen), doch meistens erstelle ich meine Mindmaps am PC, mit dem Programm Mindmeister (siehe weiter unten).

Besonders praktisch finde ich daran, dass du einzelne Stichworte oder ganze Verästelungen auf dem Bildschirm bequem hin und her schieben und neu anordnen kannst.

Wozu ich Mindmaps einsetze

Während des Studiums haben mir Mindmaps vor allem auf zwei Wegen geholfen: Zum einen bei der Erarbeitung neuen Lernstoffs. Die Struktur und die zentralen Aussagen eines Buches ließen sich so stichwortartig und übersichtlich auf einer DIN A4-Seite erfassen.

Zum anderen waren Mindmaps ein zentrales Instrument meiner Prüfungsvorbereitungen. Der komplette Lernstoff ließ sich so komprimiert darstellen, inklusive Querverweisen zwischen einzelnen Teilbereichen.

Heute sind es vor allem drei Bereiche, in denen ich die Mindmapping-Technik nutze:

Blog-Artikel mit Mindmaps erstellen

Die meisten Blogartikel entstehen bei mir zuerst als Mindmap. Es beginnt mit einer Sammlung aller Aspekte, die ich in dem Artikel behandeln will. Anschließend lässt sich der Text nicht nur bequem strukturieren.

Du kannst ihn im Mindmap-Programm Mindmeister auch in kleinen Häppchen schreiben, indem du die Ast-Enden nach und nach mit Text auffüllst.

Am Ende kannst du die Mindmap dann bequem als durchgehenden Text exportieren und zum Beispiel in WordPress einfügen.

Oder du nutzt die Struktur der Mindmap als Vorlage, um den Artikel bequem zu diktieren und von einer Software für Spracherkennung „abtippen“ zu lassen.

Interviewplanung – übersichtlich und flexibel

Wenn ich als Hörfunk-Moderator ein Live-Interview plane, strukturiere ich die Themenbereiche, die mich interessieren, mit einer Mindmap. Damit kann ich zu den wichtigsten Bereichen die wichtigen Fragen und Hintergrundinformationen aufschreiben.

Im Gespräch kann ich dann einerseits an einem Hauptast entlang in die Tiefe gehen. Andererseits kann ich während des Interviews jederzeit zu einem anderen Hauptast (sprich: Themenaspekt) springen, da das komplette mögliche Interview-Spektrum quasi vor mir auf dem Tisch liegt.

Das ist wichtig, um trotz begrenzter Interview-Länge wichtige Aspekte nicht zu vergessen. Außerdem kann ich mir vorher Querverbindungen einzeichnen und diese nutzen, wenn der Interview-Verlauf es erfordert.

Projekte aller Art schnell im Griff

Wenn ich eine Idee für ein neues Projekt habe, wird daraus sofort eine Mindmap gemacht. Um die Kernidee herum gruppiere ich alles, was mir auf Anhieb dazu einfällt:

Was soll das Endprodukt beinhalten? Was brauche ich für die Umsetzung? Woher bekomme ich das? Welche Hindernisse sind zu erwarten? Wie können diese beseitigt werden? Worauf kann ich aufbauen? Wer kann mir weiterhelfen?

Durch den Blick auf die wachsende Mindmap sprudelt es nur so aus meinem Gehirn heraus und in kürzester Zeit steht ein erstes Konzept.

Alle Jahre wieder

Einmal im Jahr kommt noch ein vierter Bereich dazu: Auch bei der Vorausschau auf eine neues Jahr empfinde ich Mindmaps als sehr hilfreich. Einzelne Lebensbereiche wie Beruf, Persönlichkeitsentwicklung, Hobbys und Familie bilden dann die Hauptäste.

Darunter sammle ich die jeweiligen Ziele und Wünsche fürs neue Jahr. Durch einfaches Verschieben lassen sich dabei gleich die gewünschten Prioritäten setzen.

Mein Lieblings-Mindmap-Tool: Mindmeister

Für Mindmaps am PC, Tablet oder Smartphone gibt es Programme von verschiedenen Anbietern, die teilweise auf deinem Rechner, teilweise Web-basiert arbeiten.

Ich empfehle dir, mehrere Produkte zu testen, denn mit einem Mindmapping-Tool solltest du dich rundum wohlfühlen. So arbeitet es sich damit am flüssigsten und kreativsten.

Da spielen die Unterschiede in Handhabung und Aussehen der Mindmaps bei verschiedenen Anbietern eine entscheidende Rolle. Hier findest du eine gute Übersicht.

Auch ich habe mich erstmal durch verschiedene Anbieter durchprobiert. Am besten gefiel mir am Ende das Programm Mindmeister auf mindmeister.com.

Die Bedienung des Web-basierten Dienstes läuft sehr flüssig. Neue Verästelungen für neue Oberbegriffe kannst du per Klick oder einfachen Tastatur-Shortcuts schnell erstellen und auch bequem verschieben bzw. neu anordnen.

Außerdem lassen sich Texte nicht nur direkt eingeben sondern auch ganze Dokumente, Bilder, Links oder ähnliches als Anhang an einen Ast einfügen.

Mindmeister bietet unzählige grafische Elemente, die du in deinen Mindmaps nutzen kannst. Sogar eine Aufgabenverwaltung lässt sich damit realisieren. Das sind allerdings Funktionen, die ich selbst kaum nutze.

Mir genügt es, durch das Erstellen der Mindmaps schnell Struktur in ein neues Thema bringen zu können.

Einen ersten Einblick in Mindmeister bietet dir dieses Tutorial-Video (englisch).

Wenn du dir die weiteren Features ansehen willst (davon gibt es eine Menge): Mindmeister hat eine ganze Video-Serie erstellt.

Teamfähig ist Mindmeister außerdem. Das bedeutet, du kannst deine Mindmap nicht nur anderen zur Ansicht zur Verfügung stellen, sondern sie auch mitarbeiten lassen. Dann können mehrere die Mindmap weiterentwickeln und das sogar gleichzeitig.

Mindmeister-Mindmaps mobil nutzen

Unterwegs nutze ich gelegentlich die Android-App von Mindmeister. Mit ihr lassen sich die Mindmaps auch auf Smartphone und Tablet weiter bearbeiten.

Allerdings habe ich dabei häufig Probleme mit der Synchronisation erleben müssen. Am Ende hatte ich dann statt einer aktualisierten Map insgesamt zwei: Die ursprüngliche Version der Mindmap und eine Kopie, in der die Weiterbearbeitung enthalten war.

Was kostet das Mindmap-Programm Mindmeister?

Mindmeister kannst du in der „Basis“-Version kostenlos nutzen. Damit kannst du drei Mindmaps erstellen. Wenn du eine von ihnen löschst, weil du sie nicht mehr brauchst, hast du auch wieder Platz für eine neue Mindmap.

Wenn du Mindmeister jedoch regelmäßig nutzen willst, werden dir lediglich drei Maps gleichzeitig wahrscheinlich bald nicht mehr ausreichen.

Ich nutze deshalb die „Personal“-Version, bei der die Menge der speicherbaren Mindmaps unbegrenzt ist. Die kostet 6 EUR pro Monat.

Es gibt noch weitere Versionen mit erweiterten Team-Funktionen und mehr Formaten, in die du deine Mindmaps umwandeln kannst. Für meine Zwecke reicht die „Personal“-Version völlig aus.

Spartipp

Für Studierende gibt es einen Studentenrabatt, ebenso für Lehrkräfte und Schüler. Dann kostet Mindmeister nur noch die Hälfte!

Fazit

Bequemlings-Wertung Mindmaps mit Mindmeister
9 von 10
Relativer Zeitgewinn9.5
Bequemlichkeit und Genuss8.5
Preis-Leistungs-Verhältnis9

Mindmeister hilft mir mit seinen Mindmaps dabei, wesentlich produktiver zu sein. Egal um welches Thema es geht: Die Inhalte lassen sich auf kreativitätsförderne Weise schnell erarbeiten und übersichtlich darstellen. Mir macht das großen Spaß.

Für welche Zwecke nutzt du Mindmaps am liebsten?

Kommentieren:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.