So wird das Abendessen mit Freunden auch für dich als Gastgeber zum bequemen Genuss: Ein Mietkoch kümmert sich um alles, von Einkauf über Zubereitung und Service bis zum Aufräumen der Küche. 

Besondere Anlässe fordern besondere Feierlichkeiten

Es stand mal wieder ein runder Geburtstag an. Der musste natürlich gefeiert werden. Diesmal wollte ich das jedoch gemütlich und im kleinen Kreis angehen lassen. Dennoch: Eine gewisse Exklusivität durfte nicht fehlen, dem Anlass angemessen. Doch wie ließ sich das vereinbaren: Gemütlich und exklusiv zuhause feiern und dabei sich selbst als Gastgeber nicht zuviel Arbeit aufhalsen? Ich wollte die Feier ja in erster Linie selbst genießen…

Auch der Gastgeber möchte einen entspannten Abend

Zunächst hatte ich verschiedene Catering-Angebote geprüft, mit kalten und warmen Buffets. Doch irgendwie schien mir das nicht das Richtige zu sein. Ich wollte genüsslich an einer Tafel im Freien auf der Terrasse mit meinen Gästen plauschen, ohne dass ständig jemand aufstehen muss, um sich Essen zu holen.

Zudem verbinde ich Buffets an sich eher nicht mit „gemütlich“. Vielleicht habe ich zuviele „Schlachten“ an großen Sonntags-Brunch-Buffets in familienfreundlichen Lokalen mitgemacht. Die können zwar auch großen Spaß machen, nur eben „gemütlich“ sind sie nicht.

Am liebsten wäre mir der Ablauf wie in einem Restaurant gewesen: Du wirst bedient, musst dich um nichts kümmern und alle werden auf sehr leckere Art und Weise satt. Aber die Feier sollte ja bei mir zuhause stattfinden. Da ich diesen runden Geburtstag bewusst nur mit sehr engen Freunden feiern wollte, war das der angemessenere Rahmen. Zuhause ist die Atmosphäre einfach deutlich persönlicher und intimer.

Mietkoch? Wie soll das funktionieren?

Beim Recherchieren im Umfeld von Catering, Restaurantservice, Personal mieten und ähnlichem bin ich dann auf das Konzept „Mietkoch“ gestoßen. Die dahinter stehende Idee: Ein Koch kommt in deine private Küche und kreiert ein Menü wie im Restaurant.

Aha, nur wie soll das genau funktionieren? Ist meine Küche dafür überhaupt ausgestattet? Muss ich die ganzen Zutaten einkaufen? Brauche ich dann noch eine Art Kellner dazu oder muss sich jeder sein Essen in der Küche abholen?

Fragen über Fragen schossen durch meinen Kopf. Es war ein wenig Recherche angesagt. Also nach Mietköchen gegoogelt und dabei festgestellt, dass die Bandbreite der Angebote sehr hoch ist. Vom Vor-Ort-Küchenteam für eine ausufernde Hochzeitsfeier bis zum edlen Sterne-Menü-Koch für ein romantisch-diskretes Candle-Light-Dinner zu zweit war alles dabei.

Entscheidende Infos zum Einsatz zu Mietköchen standen dann auch bei Wikipedia.de:

„Ein Koch, der stunden- oder tageweise in fremden Küchen Speisen zubereitet, […] in Privathaushalten zu besonderen Anlässen wie Familienfeiern, wobei auch der Einkauf der Zutaten und die Reinigung der Küche zum Arbeitsgebiet gehört. Vom Catering oder Partyservice unterscheidet sich die Dienstleistung des Mietkochs dadurch, dass er keine fertigen Gerichte anliefert und auch nicht Küchenausstattung, Geschirr usw. bereitstellt.“

Kriterien, um einen guten Mietkoch zu finden

So langsam hatte ich eine Vorstellung davon, wie das ablaufen könnte. Also startete ich eine Suche im Internet nach Mietköchen in meiner Stadt, deren Webseiten einen professionellen (sprich: kundenorientierten) Eindruck machten.

Möglicherweise gibt es auch unter den Mietköchen, die nur ganz wenige Infos und dazu ihre Telefonnummer auf ihre Webseite schreiben, wahre Küchenmeister. Doch frage ich mich dann bei solchen Gelegenheiten: „Wenn der Dienstleister so wenig auf mein vorab vorhandenes Informationsbedürfnis eingeht, wie wird er dann erst mit meinen Wünschen bei der direkten Zusammenarbeit umgehen?“

Ich empfehle deshalb nur einen Mietkoch in die engere Wahl zu ziehen, der folgende Mindestinformationen anbietet:

  • Auswahl an möglichen Gerichten als Beispiele,
  • Fotos seiner Kochergebnisse,
  • Angaben, wie er sich den Ablauf und die Absprachen vorab vorstellt.

Dann muss am Ende nur noch die Kommunikation stimmen, sprich: Auf eine erste E-Mail-Anfrage muss eine zügige Reaktion kommen oder gleich ein angenehmes Telefonat möglich sein, bei dem sich offene Fragen direkt klären lassen.

Absprachen mit dem Mietkoch treffen

Ich habe erst per E-Mail angefragt, ob der geplante Termin überhaupt passen würde und ob meine persönlichen Rahmendaten für ein Drei-Gänge-Menü umsetzbar wären. Diese lauteten: 7 Personen, davon eine Vegetarierin, kein Backofen vorhanden, Preis ca. 60 – 70 Euro pro Person.

Anhand der Antworten ließ sich ganz gut einschätzen, mit wem es sich weiter zu sprechen lohnt. Zum Glück stellte sich das dann auch bei meinem ersten Favoriten gleich als richtige Einschätzung heraus.

In der Antwort bekam ich schon erste Menüvorschläge, jeweils mit passender vegetarischer Variante. Gleichzeitig war der Mietkoch offensichtlich gewillt, flexibel auf weitere Wünsche nach Absprache einzugehen. Das gab mir das gute Gefühl, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Am Ende landeten wir bei folgendem Menü:

Vorspeise: Möhren-Curry Suppe mit Kokosschaum

Hauptspeise: Jakobsmuscheln auf Safranrisotto

Dessert: Buttermilchmousse mit Limette und Minze

Eine perfekt passende Weinempfehlung gab es auch noch dazu. Vereinbart wurde, dass keine weitere Servicekraft benötigt wird, sondern der Mietkoch mit – bei Bedarf – ein wenig Unterstützung meinerseits die jeweiligen Gänge serviert.

Auch über das benötigte Geschirr haben wir uns sicherheitshalber noch verständigt. Nicht, dass zum Beispiel eine Gemüsereibe benötigt wird, die ich möglicherweise nicht da gehabt hätte.

Die Umsetzung am Geburtstagsabend

Der Abend verlief einfach perfekt aus meiner Sicht. Der Mietkoch bemächtigte sich zur verabredeten Zeit meiner Küche und ich konnte in Ruhe meine Gäste empfangen. Pünktlich um 20 Uhr wurde die Vorspeise serviert. Nach und nach ging es dann weiter, immer mit genügend Zeit zwischen den Gängen.

Ob der Mietkoch in der Zwischenzeit dauernd weitergekocht oder in der Küche Däumchen gedreht hat? Ich weiß es nicht. Er verhielt sich jedenfalls genau angemessen austariert zwischen Service-orientiert und diskret. Alles lief ohne irgendeinen Stress für mich ab. Wie habe ich das genossen!

Und die Gäste auch. Am Ende haben sie sogar noch erfolgreich das Nachtisch-Rezept von unserem Mietkoch erbettelt. Zu Recht, denn das gesamte Menü war sehr gelungen und lecker.

Als der Beitrag des Mietkochs zu der Feier zu Ende ging, war die Küche dann auch schon wieder sauber und die Spülmaschine eingeräumt. Es blieb also auch hinterher keine Arbeit an mir hängen. Ein Bequemlings-Traum!

Fazit

Bequemlings-Wertung Mietkoch
8.8 von 10
Relativer Zeitgewinn9
Bequemlichkeit und Genuss10
Preis-Leistungs-Verhältnis7.5

Der Einsatz des Mietkochs hat sich sowohl unter Wohlfühl-, Bequemlichkeits- als auch kulinarischen Gesichtspunkten gelohnt. Sicher ist das nichts für jeden Tag. Aber zu besonderen Anlässen gehört der Mietkoch zu den Optionen, die ich wieder in die engere Wahl ziehen werde. Und weil ich mit unserem Mietkoch so zufrieden war, hier noch der Hinweis auf die Webseite von Simon Pfeffer in München.

Wäre ein Mietkoch auch für dich etwas? Oder wie verwöhnst du deine Gäste zu besonderen Anlässen?

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