Jeden Tag mit den ersten Sonnenstrahlen aufstehen? So ähnlich fühlt sich das mit einem Lichtwecker an. Der Vorteil: Du bestimmst, zu welcher Uhrzeit dein persönlicher Sonnenaufgang stattfindet.

Täglich grüßt das Murmeltier

Morgendliches Aufstehen: „Warum nur?“ fragst du dich, wenn der Wecker wieder einmal „zu früh“ klingelt. Es ist eine rhetorische Frage, denn ohne eine zumindest halbwegs überzeugende Antwort auf das „Warum?“ hättest du dir ja wahrscheinlich den Wecker gar nicht erst gestellt.

Wir sprechen also eher von einer hilflosen Geste deines Körpers, der dich bittet, diese Grundsatzentscheidung noch einmal zu überdenken.

Das ging mir lange Zeit genauso. Doch zwei hilfreiche Tricks haben es mir ermöglicht, morgens fit und fröhlich (oder zumindest nicht mehr muffelig) in den Tag zu starten.

Das eine war das Wissen um meine Schlafphasen, das du auch für dich nutzen kannst.

Das andere hat sich vor allem in der dunklen Jahreszeit und bei sehr frühen Aufwachzeiten (Schichtdienst lässt grüßen) sehr bewährt: Ein Lichtwecker.

Wie funktioniert ein Lichtwecker?

Mein Lichtwecker simuliert quasi einen Sonnenaufgang. Eine halbe Stunde vor der eingestellten Weckzeit fängt er ganz behutsam an zu leuchten. Die Intensität nimmt langsam zu, so dass es im ganzen Schlafzimmer nach und nach immer heller wird.

Zur eingestellten Weckzeit würden dann auch noch Vogelstimmen ertönen, ein frühmorgendliches Wald-Gezwitscher, allerdings bin ich zu dem Zeitpunkt dann meist schon wach. (Bei meinem Lichtwecker, dem Modell HF 3506/01 von Philips, lassen sich auch noch diverse andere Naturgeräusche einstellen oder auch ein Radioprogramm, wenn man das möchte.)

Mir ist zudem ehrlich gesagt im Bedarfsfall die Weckmelodie meines Handys lieber. Deshalb stelle ich den Handywecker so, das er sich eine Minute früher meldet als der Sound des Lichtweckers, der sich zum Ende des halbstündigen „Sonnenaufgangs“ akustisch bemerkbar machen würde. Aber auch das benötige ich oft gar nicht. Sanftes Wecken durch Licht ist die bevorzugte Variante.

Wirkung des Lichtweckers

Der Körper nimmt die langsam zunehmende Helligkeit auch durch geschlossene Augenlider wahr. (Glaubst du nicht? Dann schau mal mit geschlossenen Augen in Richtung einer eingeschalteten Lampe.) Die Konsequenz laut Schlafforschern: Die Produktion des so genannten Schlafhormons Melatonin wird gebremst, der Körper stellt sich um auf die verstärkte Produktion von Cortisol, das auch als Stresshormon bekannt ist.

Während du also noch die letzten überraschenden Wendungen in einem wilden Traum genießt, stellt sich dein Körper schon mal aufs Aufwachen ein. Das bedeutet, dass der Weg vom Schlafen zum Wachsein zum geplanten Aufwach-Zeitpunkt nur noch ein sehr kurzer ist. (Das gilt vor allem, wenn du schon die Zeit des zu Bett gehens Schlafphasen-gerecht gewählt hast.)

Das Ergebnis: Manchmal wache ich schon wenige Minuten vor dem Klingeln eines Weckers auf. Und vor allem bin ich so wach, dass ich sofort aufstehen kann. Das ist kein Vergleich mehr zu früher, als mich lärmendes Weckerklingeln aus Tiefschlafphasen reißen durfte und ich erst einmal wie zerschlagen auf der Matratze liegen bleiben musste.

Wenn ich meine Laune von damals mit meiner morgendlichen Laune heute vergleiche, ist der Unterschied in etwa so wie der zwischen einer sehr jungen, neugierigen Katze und einem hungrigen Bären, der zu allem Überfluss auch noch von einem Schwarm Bienen verfolgt und dabei gestochen wurde. Neben wem würdest du morgens lieber aufwachen?

Fazit

Bequemlings-Wertung Lichtwecker
7.3 von 10
Relativer Zeitgewinn6
Bequemlichkeit und Genuss7
Preis-Leistungs-Verhältnis9

Vor allem so genannte „Eulen“ (die gerne spät ins Bett gehen und auch lieber spät aufstehen) profitieren von einem Lichtwecker. Er macht das frühe Aufstehen leichter.

Natürlich sind mir immer noch die Tage am liebsten, an denen ich überhaupt keinen Wecker brauche, weil ich unbesorgt ausschlafen kann. Doch die anderen Tage beginnen mittlerweile viel angenehmer als zu Zeiten ohne Lichtwecker.

Mit welchen Tricks machst du dir das morgendliche Aufstehen leichter?

  1. Ich verwende seit mehreren Jahren auch meinen Lichtwecker von Philips. HF3520/01, wenn mich nicht alles täuscht. Damit wache ich auch immer sehr ruhig und entspannt auf. Natürlich geht das auch nur, wenn man zeitig ins Bett geht und gut geschlafen hat. Aber fest steht, dass ich mit dem Lichtwecker deutlich besser wach werde, als mit dem nervtötendem Piepton von meinem alten Wecker…

  2. Heiner Letzschek says:

    Kann den Artikel auch nur bestätigen. Mir hilft auch die Sonnenuntergangsfunktion ungemein. Ich schlafe viel leichter ein und habe auch das Gefühl ich schlafe besser durch. Beim aufwachen ist es sogar meistens so, dass ich vor dem Weckton aufwache durch das heller werdende Licht. Das Gefühl einfach so ohne besonderen Impuls aufzuwachen ist einfach klasse! Ich habe meinen Lichtwecker gefunden. VG

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