Sei es nach dem Sport, zum Essen oder einfach zwischendurch: Wenn es dich dürstet, ist klares, kaltes Wasser die perfekte Lösung. Aus der Wasserleitung fließt es direkt in dein Glas und bietet dir angenehme Erfrischung.

Leitungswasser versus Mineralwasser und Tafelwasser

Evian, Volvic, Adelholzener, Vio und wie sie alle heißen. Eins haben Mineralwasser und Tafelwasser gemeinsam: Sie sind vergleichsweise teuer.

Ergibt es Sinn, Wasser in Flaschen abzufüllen, über hunderte Kilometer zu transportieren, um es dann noch vom Supermarkt in die eigene Wohnung zu schleppen?

Gut, zumindest letzteres nehmen dir auch Getränkezusteller und Supermarkt-Lieferdienste ab. Es bleibt jedoch insgesamt ein enormer Transport-Aufwand, der auch die Umwelt entsprechend belastet.

Dabei liegt das Gute doch so nah. Leitungswasser kann es meist mit jedem Mineralwasser aufnehmen, zumindest bei uns in Mitteleuropa. Mit Tafelwasser sowieso, denn das ist letztlich ein besonders einfaches Trinkwasser, in vielen Fällen schlicht abgefülltes Leitungswasser. Dafür extra zahlen?

Qualität des Leitungswassers in Deutschland

Leitungswasser gilt als das bestkontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Mehrmals täglich (!) überprüfen die Wasserwerke, ob die Qualität des von ihnen angebotenen Leitungswassers stimmt und alle Grenzwerte für Schadstoffe eingehalten werden. Dabei sind diese Grenzwerte zum Teil auch noch strenger als die Qualitätskriterien, die für Mineralwasser gelten.

So weist die Stiftung Warentest zu Recht darauf hin: “Für Wasser aus der Leitung gelten deutlich mehr Vorschriften als für Mineralwasser: Etwa Grenzwerte für Pestizide und Uran.“

Andere Städte, anderes Wasser

Nun ist Leitungswasser nicht gleich Leitungswasser. Es gibt je nach Region Unterschiede in der Zusammensetzung und damit letztlich auch im Geschmack.

Wenn zum Beispiel viel Eisen in deinem Leitungswasser enthalten ist, dann wirst du den Genuss des Wassers höchstwahrscheinlich als eher unangenehm empfinden.

Im Normalfall jedoch wird das Leitungswasser entsprechend aufbereitet, bevor es den Haushalten zugeführt wird, damit so etwas erst gar nicht passiert.

Und was ist mit schädlichen Wasserleitungen?

Vor allem die Angst vor Bleibelastung kursiert immer noch als angebliches Risiko für das Leitungswasser. Besonders, wenn das Wasser länger in der Leitung steht.

Das betrifft grundsätzlich noch am ehesten Leitungen in alten Wohnanlagen in größeren Städten Norddeutschlands oder im Osten Deutschlands.

Verständlich, wenn du lieber genau wissen willst, ob die Leitungen in dem Haus, in dem du lebst, wirklich in Ordnung sind. Vor allem wenn das Haus schon viele Jahrzehnte alt ist.

Im Zweifel kannst eine Wasserprobe an ein Trinkwasser-Labor schicken. Dann bekommst du Gewissheit über die Leitungswasser-Qualität und für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Leitungen das Leitungswasser tatsächlich belasten, hast du auch gleich einen Nachweis in der Hand. Damit kannst du deinen Vermieter auffordern, den Mangel abzustellen.

Im Internet bieten verschiedene Trinkwasser-Labore ihre Leistungen an. Für etwa 50 EUR kannst du dort eine Wasserprobe analysieren lassen. Das kann sich lohnen, vor allem dann, wenn die Unsicherheit über die Wasserqualität bei dir zuhause das Einzige ist, was dich vom Leitungswasser-Trinken abhält.

Preislich ist Leitungswasser unschlagbar

Du erhältst du auf diesem Wege höchstwahrscheinlich grünes Licht, um von Flaschenwasser auf Leitungswasser umzusteigen. Damit bekommst du dein Trinkwasser dann in Zukunft extrem komfortabel bis direkt in den Wasserhahn geliefert.

Du ersparst dir damit nicht nur Schlepperei, sondern sparst ab dem Zeitpunkt des Umstiegs auch eine Menge Geld. Denn das Leitungswasser kostet inklusive Abwassergebühren ungefähr 0,5 Cent pro Liter.

Du kannst ja mal ausrechnen, wie schnell sich die Ausgabe für einen Wassertest da amortisieren würde.

Fazit

Bequemlings-Wertung Leitungswasser
9.3 von 10
Relativer Zeitgewinn9
Bequemlichkeit und Genuss9
Preis-Leistungs-Verhältnis10

Leitungswasser ist unglaublich billig und meistens auch noch sehr lecker (ich gebe zu, mit dem Münchner Leitungswasser habe ich es besonders gut getroffen).

Es ist daher meistens die bessere Alternative zum Kauf von abgefülltem Wasser, dessen Qualität häufig nicht einmal an die des Leitungswassers heranreicht.

Probiere gleich mal ein frisches Glas kaltes Leitungswasser und schreibe einen Kommentar, wie es dir geschmeckt hat (Angabe der Stadt nicht vergessen).

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