Wenn sich die Heizung automatisch perfekt einstellt, ist das nicht nur bequem. Programmierbare Heizkörper-Thermostate sparen auch noch Energiekosten.

Wie schaffen wir es, im Wohnzimmer die perfekte Raumtemperatur zu erreichen? Meist ist es entweder zu kalt oder wenn wir dann die Heizung aufgedreht haben wieder zu warm. Dabei geht doch nichts über eine wohlige Wohlfühltemperatur, die nicht so drückend ist. Und nicht nur im Wohnzimmer ist eine angenehme Temperatur entscheidend für die Lebensqualität.

Klein-Sibirien zuhause: Wenn der Heizkörper einfach fehlt

Ich erinnere mich noch gut an meine frühere Altbauwohnung, in der die Toilette ohne eigene Heizung war. Sie war getrennt vom Bad, ein eigener kleiner Raum, und im Winter war es dort fürchterlich kalt.

Das ist ein Erlebnis, das ich morgens absolut nicht ausstehen kann. Also stand selbstverständlich ein Heizlüfter im Toilettenraum bereit, so ein Ventilator mit Heizspirale hinten drin, zum Anschließen an die Steckdose.

Natürlich benötigte der Heizlüfter ein paar Minuten, um den Raum auf eine wohlige Temperatur zu bringen, doch auch dafür hatte ich ja eine Lösung: Ich konnte den Heizlüfter per Funkschalter und Fernbedienung steuern.

Das bedeutet: Beim Aufwachen morgens habe ich als erstes auf die Fernbedienung gedrückt. So konnte ich mich noch zwei Minuten in die warme Bettdecke einkuscheln, bevor es dann in das bereits angenehm vorgewärmte Toiletten-Kabuff ging.

Heizkörper-Thermostate, die sich an deine Gewohnheiten anpassen

Heutzutage habe ich es da zum Glück viel einfacher, und zwar in allen Räumen. Dort steuern nämlich programmierbare Heizkörper-Thermostate die Temperatur, die die Heizung erreichen soll – jeweils angepasst an die Tageszeit.

Das bedeutet, dass die Heizung kurz vor meiner geplanten Aufsteh-Zeit hoch fährt und in Küche und Wohnzimmer eine Temperatur von 21 °C erzeugt. Genau so, wie ich es am liebsten habe. Nachts schaltet die Heizung automatisch zurück.

Der automatische Heizkörper-Thermostat gibt es vor: Absenkung auf 17 °C. Das ist besser als den Raum vollständig auskühlen zu lassen. Ansonsten gäbe es früher oder später Probleme mit Schimmel.

Und es spart natürlich Energiekosten gegenüber der Variante, die Heizung einfach durchbollern zu lassen. In einigen Wohnanlagen ist deshalb bereits der Heizkessel standardmäßig auf eine Nachtabsenkung eingestellt.

Ein programmierbarer Thermostat macht sich schnell bezahlt

Bei mir sparen die Heizungsthermostate auf zweierlei Arten Geld: Zum einen überheize ich die Räume nicht mehr. Früher hatte ich die Heizkörper-Thermostate einfach volle Pulle aufgedreht, um es schnell warm zu haben.

Zum anderen habe ich früher gerne einmal vergessen, die Temperatur vor dem ins Bett gehen zurück zu stellen und die Heizung arbeitete die ganze Nacht durch. Nun aber schalten die Heizkörper-Thermostate die Heizung jeden Tag spätestens um Mitternacht auf 17 °C zurück. Das spart Heizkosten.

Gut geeignet sind programmierbare Heizkörper-Thermostate auch im Schlafzimmer: Dort habe ich am liebsten durchgehend eine Temperatur von 17 °C. Dort soll es ja immer ein wenig kühler sein, als in Wohnräumen, so richtig kalt mag ich es im Schlafzimmer aber auch nicht haben.

Das Praktische: Der Heizkörper-Thermostat steht das ganze Jahr über auf 17 °C und ich muss mir somit zu keiner Zeit mehr Gedanken über die Schlafzimmertemperatur machen. Das können rein manuell bediente Thermostate zwar auch. Die Temperatur lässt sich dabei aber nicht ganz so exakt einstellen.

Wenn es im Herbst kühler wird, lässt der Thermostat die Heizung ganz dezent ihren Dienst beginnen. Und im Frühjahr schließt sich das Ventil des Heizkörpers von alleine wieder.

Selbst das Lüften zwischendurch macht keine Probleme: Der Heizkörper-Thermostat erkennt es, wenn auf einmal viel kalte Luft eindringt und schaltet die Heizung einfach für eine Viertelstunde ganz ab.

So heize ich nicht unnötig nach draußen. Danach geht es dann zuverlässig und automatisch wieder hoch auf meine 17 °C-Schlafzimmer-Wohlfühl-Temperatur.

Dabei waren die Heizkörper-Thermostate überhaupt nicht teuer. Ich habe pro Stück knapp 15 EUR bezahlt. Die Heizungsthermostate ersetzen ganz einfach die herkömmlichen Thermostate, die an der Heizung angebracht waren.

Heizkörper-Thermostat wechseln – schnell und einfach

Alten Thermostat abschrauben, neuen Thermostat aufschrauben – fertig! Früher dachte ich, man müsste dazu die Heizung abstellen oder sonstwie dafür sorgen, dass kein Wasser aus dem Heizkörper austritt. Doch wenn du den Thermostat abschraubst, legst du damit lediglich den Kopf des Heizungsventils frei.

Ein Stift wird dir entgegen schauen. Er regelt, wie viel heißes Wasser in den Heizkörper fließt. Wird er durch den Thermostat hinein gedrückt, fließt weniger bis gar kein heißes Wasser. Wird der Thermostat (automatisch oder von Hand) aufgedreht, dann lässt der Druck auf den Stift nach, das Ventil öffnet sich und die Heizung wird warm.

Wundere dich also nicht, dass der Heizkörper zu heizen beginnt, wenn du den Thermostat wechselst und den alten gerade abgeschraubt hast. Der neue Thermostat wird sich nach dem Wechsel gleich darum kümmern. Einfach den Heizkörper-Thermostat nach Gebrauchsanweisung einstellen und schon ist er einsatzbereit.

Solche Heizkörper-Thermostate lassen sich an fast jedem Heizkörper anbringen, egal von welchem Hersteller. Dazu liegen entsprechende Adapter dabei, die einfach mit aufgeschraubt werden.

Die einzige Ausnahme davon, die ich einmal erlebt habe, war eine Wohnung aus den 70er-Jahren mit besonders niedrigen Spezialheizkörpern. Da war beim besten Willen nichts zu machen. Aber das dürfte eine seltenes Phänomen gewesen sein.

Sag‘ dem Heizungsthermostat, wie du es gerne hättest

Beim programmierbaren Heizungsthermostat kannst du entweder die gewünschten Uhrzeiten und Temperaturen für die verschiedenen Tage programmieren oder auch einfach nur eine unterschiedliche Tages- und Nacht-Temperatur einstellen. So mache ich es.

Solltest du mit deinen Aufsteh- oder ins-Bett-Geh-Gewohnheiten mal von der Routine abweichen, genügt es einen Knopf am Heizungsthermostat zu drücken, schon stellt sich die Temperatur um.

Inzwischen gibt es auch Heizkörper-Thermostate, die noch weit komfortabler Beginn sind als meine Modelle. Sei es durch eine Programmierung per Bluetooth oder sogar einen Zugriff per WLAN. Hauptsache per Funk.

Es gibt sogar Systeme, bei denen du den Heizkörper-Thermostat von unterwegs über dein Smartphone steuern kannst. So kannst du schon bei der Heimfahrt dafür sorgen, dass dich zuhause die gewünschte Temperatur empfängt.

Umgekehrt kannst du beim Verlassen der Wohnung ruhig einmal vergessen, die Heizung runter zu drehen. Das lässt sich dann von unterwegs erledigen.

Wahrscheinlich wird es auch nicht mehr lange dauern, bis die Heizkörper-Thermostate so mit unserem Smartphone vernetzt sind, dass sie automatisch erkennen, wenn wir uns der Wohnung nähern. Oder sie verlassen. Ohne dass wir überhaupt noch etwas dazu tun müssen.

Außer natürlich: Am Anfang Bescheid sagen, welche Wunschtemperatur wir jeweils gerne hätten.

Fazit

Bequemlings-Wertung Heizkörper-Thermostat (programmierbar)
8.2 von 10
Relativer Zeitgewinn7
Bequemlichkeit und Genuss8.5
Preis-Leistungs-Verhältnis9

Ein programmierbarer Heizkörper-Thermostat spart die Zeit für unzählige Wege zur Heizung, die früher fürs Umstellen von Hand nötig waren. Und Geld spart er auch noch ein – Tag für Tag.

Derzeit bin ich jedoch noch mit meinen einfachen, quasi von Hand bedienten Heizkörper-Thermostaten zufrieden. Sie sind ein einfach umsetzbarer und kaum zu unterschätzender Wohlfühl-Beitrag für einen angenehmen Alltag.

Welche Wünsche hast du an deine Heizung für einen perfektes Wohlfühl-Erlebnis?

  1. Dieses Heizkörperthermostat würde bei mir auch gut passen. Vielleicht lasse ich das bei der nächsten Heizungswartung gleich mit installieren. Der nächste Winter steht ja schon vor der Tür.

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