Nach einem stressigen Arbeitstag mit Leichtigkeit entspannen? Oder dich schon während des Arbeitens wie im Urlaub fühlen? Eine Hängematte macht beides möglich. Mit ihr kannst du dein Wohlgefühl immens steigern. 

Ein Ausweg bei Stress und Verspannung

Du fühlst dich mal wieder gestresst, sei es weil dir etwas Sorgen macht oder du dich gerade zu sehr nach den Wünschen anderer richtest (gefühlt: richten musst). Jetzt einfach mal runterkommen und abschalten, einfach entspannen…

Gar nicht so einfach. Vielleicht gelingt es dir sogar, dich in Gedanken mit anderen, angenehmeren Sachen zu beschäftigen, aber dein Körper bleibt irgendwie angespannt. Gib ihm ein eindeutiges Entspannungssignal.

Das kann zum Beispiel eine Massage sei. Doch woher bekommst du kurzfristig einen Massagetermin?

Ideal, weil immer verfügbar, ist dagegen eine Hängematte.

Mittlerweile werden Hängematten regelmäßig in der Ergotherapie eingesetzt und auch bei der Behandlung von Kindern mit ADHS. Kein Wunder also, dass sie bei der Bewältigung von Alltagsstress erst recht hilfreich sind.

Mein Hängematten-Schlüsselerlebnis

Es war eher ein Zufall, der mich auf die segensreiche Wirkung der Hängematte gebracht hat. Ich war im Urlaub auf Jamaika. Ich wollte die Insel kennen lernen und in verschiedenen Städten übernachten. Es war kein durchgeplanter Pauschalurlaub, sondern ich wollte mich etwas treiben lassen und möglicherweise das eine oder andere Abenteuer erleben. Also habe ich mir meine Unterkünfte jeweils vor Ort gesucht.

Eines sollte jedoch konstant sein, so mein Plan: Ich hatte mir fest vorgenommen, ein Reisetagebuch zu schreiben. Und gleich am ersten Tag wollte ich damit anfangen. Doch was dann passierte, hat tatsächlich mein Leben verändert.

In der ersten Unterkunft gab es im ersten Stock eine rundum laufende Veranda, mit Holzpfeilern an den Ecken und jeweils auf halber Breite der Seiten. Angenehme Holzdielen schmeichelten den Füßen beim über die Veranda schlendern. An einem Eck der Veranda hing einladend eine Hängematte vom Holzpfeiler zur dunkelblau gestrichenen Hauswand.

Prima, dachte ich mir. Darin schreibe ich jetzt die erste Episode meines Reisetagebuchs. Ich war mit Hängematten nicht vertraut, doch der Einstieg war sehr einfach. Ich lag sofort bequem (der Trick: Einfach diagonal reinlegen, dann wird dein Rücken nicht zu sehr gebogen) und schaukelte sanft hin und her.

Also das Notizbuch aufgeschlagen, den Stift in die Hand genommen und kurz den Blick in die Ferne schweifen lassen, um die Gedanken zu sammeln…..schon war ich eingeschlafen! Erst spät in der Nacht bin ich durch ein Geräusch aufgewacht und zum Weiterschlafen in mein Zimmer gegangen.

Nun gut, kann ja mal passieren, wahrscheinlich den Strapazen des Flugs und der Anreise geschuldet. Also habe ich es am zweiten Tag wieder versucht: habe mir mein Notizbuch genommen, meinen Lieblingsstift und bin wieder zu der Hängematte gegangen.

Hineinlegen, sanft schaukeln und dann das Notizbuch… zur Seite sinken lassen. Ich war schon wieder eingeschlafen. Und auch wenn es unglaublich klingt: An meinem dritten Reisetag, dem letzten Tag in dieser Unterkunft, ging es mir genauso.

Die Erkenntnis

Mir wurde klar: Ich muss zuhause so eine Hängematte haben! Entspannung pur, auf „Knopfdruck“ bzw. Hängematten-Anstoßen.

Ich weiß nicht genau, wie diese Wirkung zu Stande kommt. Vielleicht vermittelt das Schaukeln einfach eine gewisse Geborgenheit. Wie es ja schon als Kind der Fall war. Die Kleinen schaukelt man ja auch in ihrem Kinderwagen, damit sie sich beruhigen und gut behütet fühlen.

Tja, somit habe ich heute leider kein vollständiges Tagebuch von dieser Reise. Aber eine Hängematte auf der Terrasse!

Die Entspannungswirkung dieser Hängematte mache ich mir seither regelmäßig zu Nutze. Inzwischen schlafe ich auch nicht mehr sofort ein, außer ich möchte es ganz bewusst. Dann kann ich tatsächlich sofort gemütlich wegdösen. Ansonsten kann ich auch wunderbar entspannt mit Notebook und Knietablett darin arbeiten.

Die Wahl der richtigen Hängematte

Meine Hängematte hängt draußen und ist bei schönem Wetter jederzeit einsatzbereit. Es ist gezielt ein wetterfestes Modell geworden, denn sonst müsste ich ständig die Hängematte anbringen und wieder weghängen, rausräumen, reinräumen, immer wieder. Unbequem! So aber habe ich das gute Stück als ständige Entspannung-Einladung draußen hängen.

Meine Hängematte stammt von La Siesta (hier geht’s zu deren regenfesten Modellen). Das Material trocknet sehr schnell, ist pflegeleicht und behält auch nach vielen Monaten in der Sonne noch einiges von seiner Farbenpracht.

Ganz nebenbei: Ich spreche hier ausschließlich von Hängematten ohne Spreizstab an den Enden. Sie sind meiner Meinung nach viel bequemer und flexibler als diejenigen mit Spreizstab und du liegst darin auch stabiler und sicherer.

Aufhängen geht einfach

Hängematten-Aufhängungen Jobek Pro und 1-2-3-Seil im Einsatz

Meine Aufhängung mit Jobek Pro (links) und 1-2-3-Seil (den Karabiner habe ich selbst eingefügt, um die Hängematte schnell abhängen zu können)

Wenn du möglichst viel von der Bequemlichkeit einer Hängematte erfahren willst, solltest du die Aufhänge-Hinweise ernst nehmen. Das ist vor allem wegen der Mindesthöhen und Abstände wichtig. Deine Hängematte sollte nicht zu straff gespannt sein, aber auch nicht zu sehr durchhängen (hier im Bild gut dargestellt). Mit den geeigneten Seilen kannst du da aber auch sehr gut variieren und die Aufhängung an deine Möglichkeiten der Befestigung anpassen.

Wenn ich draußen keine Aufhängemöglichkeit hätte, würde ich auch drinnen eine Hängematte in der Wohnung anbringen. Bei einem Nachbarn zwei Häuser weiter ist das im Vorbeigehen durchs Fenster zu sehen. Das ist angenehm, denn so weiß ich: Es muss ein entspannter Mensch sein.

Fazit

Ich nutze meine Hängematte mittlerweile zum dösen, zum einfach runterkommen, zum lesen, zum Artikel schreiben und natürlich gerne für einen kleinen Mittagsschlaf (über dessen sensationelle Vorzüge du hier mehr erfährst). Und im Urlaub ist sie auch dabei, um jeden Urlaubsort im Nu zu perfektionieren. 

Bequemlings-Wertung Hängematte
7.7 von 10
Relativer Zeitgewinn5
Bequemlichkeit und Genuss10
Preis-Leistungs-Verhältnis8

Welche Methoden der „Sofort-Entspannung“ hast du schon ausprobiert und was hat es dir gebracht? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

 

 

 

Kommentieren:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.