Es geht doch nichts über Funkschalter und Funkfernbedienungen! Wenn du von deinem Sofa aus bequem mit nur einem Tastendruck die Lichtstimmung ändern kannst, dann hast du einen der wichtigsten Wohlfühl-Faktoren lässig im Griff. Und bei den Lampen muss es nicht bleiben.

Per Funkfernbedienung „die Welt regieren“

Als kleines Kind habe ich davon geträumt, die ganze Stadt fernsteuern zu können. Ich stellte mir immer vor, ich hätte eine Schalttafel an der Wand. Von der aus ließen sich alle Ampeln beeinflussen, natürlich auch die städtischen Busse und auch der Brunnen auf dem Marktplatz ließ sich an- und ausschalten.

Huh, Allmachtsfantasien…? (Für Insider: nein, den Film „Gremlins“ hatte ich damals noch nicht gesehen).

Ganz so ist es am Ende (zu unser aller Glück) dann nicht gekommen, aber wenigstens bei mir zuhause funktioniert es zum Teil so. Bequem mit einem Buch oder dem Tablet im Lieblingssessel lümmeln und nicht aufstehen müssen, um bei einbrechender Dämmerung das Licht einzuschalten. Das ist einfach gemütlich.

Noch bin ich weit entfernt von einem “automatisierten Zuhause“. Alles was Daten auch nach außen funkt, ist mir erst mal suspekt. Trotzdem gibt es so einiges, was sich per Funkfernbedienung nutzen lässt.

WLAN ist dabei das Beispiel, das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei dir selbstverständlich ist. Davon abgesehen hat sich mein Fernsteuerungs-Wunsch bisher vor allem auf zwei Bereiche konzentriert: Fernbedienung für Licht und Funkschalter für alle möglichen Geräte, vor allem Multimedia.

Im folgenden zeige ich dir, welche Funkschalter ich jeden Tag für mehr Bequemlichkeit im Einsatz habe und wieso es nicht immer die teuersten Produkte sein müssen. Im Gegenteil, du wirst richtig viel Geld sparen, wenn du den entscheidenden Trick kennst, den die meisten Funkschalter gemeinsam haben.

Vorteile mit Funkschaltern

Ich bin noch aufgewachsen mit einem Fernseher im Kinderzimmer, den man nur mit Knöpfen bedienen konnte (und der – halt dich fest – schwarz-weiß war! Ein „Erbstück“ meiner Ur-Oma). Das bedeutete: bei jedem Mal umschalten aufstehen, einen anderen Knopf drücken und dann wieder zurück. Jedes Mal. Zum Glück gab es damals noch nicht so viele Programme.

  • Funk statt Kabel

Beim Fernsehen gibt es dieses Problem inzwischen nicht mehr. Aber was geblieben ist sind vor allem zwei Probleme: das eine sind die ganzen Kabel, die gerne im Weg rumliegen (spätestens beim Staubsaugen), natürlich auch die Kabel von den Steckdosen zu den Stehlampen.

Und ich habe einige Lampen. Denn ihr unterschiedlicher Einsatz kann sich immer an meine jeweilige Stimmung anpassen (natürlich kannst du damit auch die gewünschte Stimmung erst erzeugen).

  • Funk statt Umweg

Das zweite Problem: selbst da wo keine Kabel im Weg sind möchte ich nicht zu viele unbequeme Wege machen müssen. Ein Beispiel: eine sehr angenehme Nachttisch-Lampe am Bett. Um an deren Lichtschalter zu kommen, müsste ich zuerst – wenn ich das Schlafzimmer betrete – das Deckenlicht anmachen, mich dann zur Nachttisch-Lampe auf der anderen Seite des Bettes hinüber beugen, die Lampe einschalten, zurück zur Schlafzimmer-Türe gehen und das Deckenlicht wieder ausschalten. Das ist ungemütlich.

Deshalb steckt der Stecker der Nachttisch-Lampe in einer Funkschalter-Steckdose (die wiederum einfach in die Steckdose in der Wand gesteckt ist). Im Flur liegt die passende Fernbedienung dazu. Das bedeutet: wenn ich ins Schlafzimmer gehe, drücke ich schon im Flur im Vorbeigehen eine Fernbedienungs-Taste und im gleichen Moment, in dem ich die Tür öffne, leuchtet die Nachttisch-Lampe bereits.

Klar, dass auf dem Bett noch eine Funkfernbedienung liegt, um das Licht auch noch passend zu dimmen und am Ende auszuschalten.

  • Funk statt Aufstehen

Und so ist es auch im Wohnzimmer, wo mehrere Lampen auf ihren Einsatz warten. Ich kann das Licht mit Fernbedienung steuern, bequem vom Sofa aus. Je nachdem, ob ich noch etwas arbeiten will, in Ruhe Musik hören, lesen oder fernsehen: die jeweils angemessenen und idealen Lichtverhältnisse stelle ich per Knopfdruck ein.

  • Funk statt Eintönigkeit

Als ich noch in einem Altbau mit sehr hohen Decken wohnte, ließ sich ein besonders herrliches Lichterspiel veranstalten. Ich hatte so einen Lichtmast, an dem ich verschiedene Scheinwerfer befestigen konnte.

Vier Stück hingen daran, knapp unter der Decke: gelb, rot, blau und weiß, die alle einzeln anzusteuern waren. Da macht es dann richtig Spaß, je nach Stimmung die richtige Farbmischung zu finden.

Selbstverständlich konnte ich die Lampen nicht nur an- und ausschalten, sondern auch einzeln dimmen. (Ganz nebenbei habe ich dadurch auch keine Heizung gebraucht, denn das waren 300-Watt-Scheinwerfer, LED-Technik war noch nicht sehr verbreitet).

Noch mehr Komfort durch Funkschalter

  • Romantik auf Knopfdruck

Die Vorzüge für einen Bequemling sind beinahe unbegrenzt: selbst wenn du vergessen hast, das Wohnzimmer-Licht auszumachen und schon im Bett liegst, lässt sich das per Fernsteuerung regeln. Und wenn du Gäste hast und zum Beispiel romantische Stimmung schaffen willst, dann geht das ohne ungemütliches Aufstehen. Vor allem wenn du gerade jemanden im Arm hast ist das ideal.

  • Kuschelige Wärme im Bad

Besonders praktisch war es auch, als mein früheres Bad zwar ein Fenster, aber keine Heizung hatte (siehe Altbau oben): da stand dann ein ein kleiner Elektroheizlüfter im Bad. Das erste was ich nach dem Aufwachen machte, war ein Knöpfchen auf der Funkfernbedienung zu drücken, die neben meinem Kopfkissen lag. Schon wurde der Heizlüfter mit Strom versorgt und ich konnte mich noch etwas räkeln und strecken, bevor ich wenige Minuten später in ein kuschelig vorgeheiztes Bad ging.

  • Licht sofort wenn du es brauchst

In einer anderen Wohnung hatte ich einen recht kleinen Flur, der nur als Durchgang diente. Auf der einen Seite war die Wohnungstür, auf der anderen Seite noch einmal eine Schiebetür, die den Flur vom Wohnzimmer abtrennte. Das war zwar ganz praktisch, weil es den Lärm aus dem Treppenhaus abschirmte. Anderseits war es auch unpraktisch, denn irgendwie standen ich oder meine Gäste regelmäßig kurz im Dunkeln. Denn Lichtschalter gab es nur auf einer Seite.

Bis ich auch dafür eine Funkschalter-Licht-Lösung gefunden hatte – die funktionierte sogar völlig automatisch: hinter den ganz normalen Lichtschalter konnte ich einen Empfänger einbauen, der die Deckenlampe des Flurs wahlweise mit Strom versorgte oder den Stromfluss unterbrach. Ich habe also einen Funkschalter Unterputz eingebaut.

Gesteuert wurde das ganze von einem Bewegungssensor, der auf einem Sideboard stand. Sprich: egal von welcher Seite ich kam und die Tür aufmachte: sofort ging das Licht an. Und ich musste mich auch nicht um das Ausschalten kümmern: dafür habe ich in der Steuerung einen Zeitraum von 90 Sekunden eingestellt, dann wurde das Licht wieder ausgeschaltet (außer der Bewegungssensor registrierte noch jemanden im Flur). Sehr, sehr praktisch!

Wie so ein Funkschalter Unterputz installiert wird, wird auf dieser Seite ausführlich beschrieben.

Warum ein günstiges Funksteckdosen-Set oft genauso geeignet ist wie ein teures

Funksteckdosen und Fernbedienungen verschiedener HerstellerWenn du dich nach Funksteckdosen und Funklichtschaltern umschaust wirst du sehen, dass auch hier die Preisunterschiede wieder mal enorm sind. Der Clou dabei ist allerdings, dass viele Systeme miteinander kompatibel sind, auch wenn sie von verschiedenen Firmen stammen.

Gleiche Technik, gleiche Frequenzen

Natürlich schreiben das die Hersteller wie Düwi, Intertechno, Elro und andere nicht dazu. Sie verkaufen ihre Funkschalter-Sets und Funksteckdosen lieber als „geschlossenes System“.

Doch mit etwas Glück sind sogar Billig-Angebote aus dem Discounter problemlos damit kombinierbar (im Zweifel probier es einfach aus und falls es nicht klappt, bring das jeweilige Produkt zurück. Denk daran, vorher zu fragen, ob sie dir ein Rückgaberecht einräumen. Die meisten Discounter machen das).

Nach Bedarf anpassbar

Gerade die Funkfernbedienungen und Funksteckdosen sind natürlich auf bestimmte Funkfrequenzen eingestellt. Schließlich soll mit jeder Taste der oder die richtigen jeweiligen Schalter angesteuert werden. Diese Kodierung ist bei vielen Produkten jedoch änderbar, zum Beispiel, um mehrere Lampen gleichzeitig mit einer Taste zum Leuchten zu bringen.

Geöffneter Funkschalter mit DIP-Schaltern neben Funkfernbedienung

Da gibt es dann die Möglichkeit, sogenannte Dip-Schalter umzustellen, also kleine Stifte am Gerät (meist musst du dazu eine kleine Abdeckung abschrauben). Manchmal sind es auch Drehschalter.

So lässt sich der Code jeweils anpassen. Das ist zum Beispiel auch dann sinnvoll, falls dein Nachbar die gleiche Technik verwendet und ihr euch sonst gegenseitig die Lampen ein- und ausschalten würde (habe ich zum Glück noch nicht erlebt).

Wenn du dich für die technischen Hintergründe interessierst, wirst du auf dieser Forumsseite fündig.

Übersetzungshilfe lässt unterschiedlichste Produkte harmonisch zusammenarbeiten

Früher gab es für die richtige Einstellung der einzelnen Systemen auf eine „einheitliche Sprache“ große unübersichtliche Umrechnungstabellen. Damit ließ sich dann feststellen, wie die Schalter jeweils eingestellt werden müssen.

Inzwischen haben einige Cracks jedoch bessere Übersichten und teils sogar interaktive Rechner online gestellt, mit denen sich das ganz einfach und bequem feststellen lässt (Rechner für Intertechno/Elro-Kompatibilität, ausführliche Übersicht mit vielen Marken).

Das ist der Schlüssel dazu, wie du zum Beispiel sehr preiswerte Funksteckdosen nutzen kannst, die sich mit einer vorhandenen Funkfernbedienung eines anderen Herstellers hervorragend verstehen.

Bei mir zuhause sind Produkte von drei verschiedenen Herstellern im Einsatz und kooperieren ohne Probleme, als gehörten sie zur selben Familie.

Fazit

Das Licht jederzeit per Funk bequem umstellen zu können, macht Spaß und sorgt für mehr Gemütlichkeit. Sowohl für Steh- als auch Deckenlampen gibt es Produkte, die ein fernsteuern ermöglichen, auf Wunsch auch dimmbar.

Funksteckdosen kannst du außerdem nutzen, um Elektrogeräte aller Art ferngesteuert ein- und auszuschalten, zum Beispiel auch die Kaffeemaschine in der Küche. Selbst den Deckenventilator im Sommer kannst du so immer passend einstellen.

Probier es selbst aus und du wirst den Komfort durch ein Funksteckdosen-Set oder Funkschalter-Licht nicht mehr missen wollen.

Wie ist das bei dir? Bist du schon „weiter“ in Sachen Hausautomation und Fernbedienung im Alltag? Schreib einen Kommentar, ich bin gespannt was du zu hause so alles ferngesteuert.

 

  1. In meiner Kindheit gabs nichtmal im Wohnzimmer einen Fernseher. Natürlich wurde der glücklich begrüßt, als er einzog. Heute sind es deren zwei, die sich mein Mann und ich vorallem während der Fußballturniere teilen. Dazu gibt es Funksteckdosen und Fernbedienungen, wie auch für die ganze Stereo-Anlage und etliche Lampen etc. Inzwischen genieße ich es sehr, wenn ich ausnahmsweise einmal ohne Kampf mit meinem Mann (wo hast du diesmal die Fernbedienung hingelegt?), und ohne Tausend Klicks auf ebenjene , damit das gesamte System miteinander arbeiten kann, einfach auf einen Schalter neben der Tür tippe, das Wohnzimmerlicht geht an, und mich auf die Couch gelegt habe mit einem schönen Buch. Und das an einem Tag, an dem nicht ständig der Staubsauger heulend seinen Dienst einstellte, weil ich die eine Steckdose erwischt hatte, die eigentlich…. naja, und mein Mann wollte eben Licht im Flur. Das ist ein herrlicher, ein wunderbarer Zustand, so ganz und gar selbständig und autodidaktisch nur das in Gang zu setzen, was man eben grad braucht. Das ist bequem, es entspannt, es macht selig. Mich jedenfalls.
    Grüße!

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